Vereinsgeschichte

Vorgeschichte

Laut Heimatbuch von 1966 wurde der Schießbetrieb bereits 1619, zu Beginn des 30-jährigen Krieges, aufgenommen. Allerdings noch sehr bescheiden. Das Schießtraining diente vorwiegend zum Zweck der Verteidigung.

Der Kriegerverein nach 1918

Im Jahr 1935 wurde vom Kriegerverein beschlossen, einen Schießstand zu bauen. Der Kriegerverein bestand aus ehemaligen Soldaten des 1. Weltkrieges.
Der Kriegerverein war Mitglied im Kyffhäuserbund.

Bau des ersten Schützenhauses 1936

Die Männer haben alles von Hand gegraben. Die Erde wurde mit Kühen transportiert, mit der der Kugelfang aufgeschüttet wurde.
Eine Straße zum Schützenhaus gab es zu dieser Zeit noch nicht. Der „Dreckweg“ hörte kurz vor dem Schützenhaus auf. Der einzige Fußweg ging von der Backnanger Straße ab bis zum Schützenhaus.
Dieser Fußweg wurde manuell zu einem Fahrweg ausgebaut.

Um die Schießergebnisse anzeigen zu können, wurde ein mechanischer Anzeigeapparat gekauft sowie zwei Kleinkalibergewehre mit Kimme und Korn.

Wenn Sonntags geschossen wurde, hat man am Anfang des Waldes eine rote Fahne aufgestellt, zum Zeichen, dass „scharf“ geschossen wurde.

Der Schießstand war natürlich sehr einfach gebaut. Ein Teil des Fachwerks ist heute noch sichtbar.

Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde dann das Schießen eingestellt. Die gesamte Anlage ist im Lauf der Jahre mit Dornenhecken und Gestrüp überwachsen.

Der Anzeigeapparat wurde von Schmiedemeister Fritz Ackermann abgebaut und in seiner Scheune versteckt. Der Apparat wurde später wieder hergerichtet, so dass er wieder benutzbar war.

Nach dem Krieg wurden alle Vereine von den Amerikanern verboten. Erst nach 1950 wurden die Bestimmungen gelockert.

Der Schützenverein Rielingshausen e.V.

  • Am 22. Mai wird bei einer Versammlung im Gasthaus „Zur Krone“ durch 22 Anwesende der Schützenverein Rielingshausen gegründet. Bei dieser Versammlung wird Wilhelm Dölker zum ersten 1. Vorsitzenden gewählt. Vom Kriegerverein wird die gesamte Schießanlage übernommen. Noch im gleichen Jahr wird mit dem Umbau begonnen. Zwei Luftgewehre mit Kipplauf werden gekauft; die Zuganlagen werden aus Holz gefertigt. Bis zur Fertigstellung der Schießstände wird in der Werkstatt von Wilhelm Dölker geschossen.
  • Am 17. Februar wird im Gasthaus „Zum Rössle“ das erste Saalschießen durchgeführt. Für den KK-Stand werden bei der Fa. Spieth fünf Zuganlagen gekauft.
  • Am 13. + 14. Juli wird die umgebaute Schießanlage mit einem Schützenfest eingeweiht.
  • Das bestehende Schützenhaus soll durch einen Anbau erweitert werden. Eine Jugendgruppe wird gegründet. Der Leiter wird Paul Hahn.
  • Anbau wird fertig gestellt und mit einem Schützenfest eingeweiht. Folgende Preise wurden festgelegt: Viertele DM 1,10; Bier DM 0,75; Rote Wurst DM 0,75.
  • Für das Luftgewehrschießen wird eine Anlage gebaut.
  • Von der Hauptstraße zum Schützenhaus wird ein Fußweg durch den Wald ausgebaut.
  • Anfang Mai wird zusammen mit dem Turnerbund die Wasser- und Stromzuführung gegraben und die Installationsarbeiten durchgeführt.
  • Der Verein zählt 46 Mitglieder.
  • Im Juni wird das 10-jährige Jubiläum mit einem großen Schützenfest gefeiert. Für das Fest wird ein Zelt angefertigt.
  • Die erste Damenmannschaft Luftpistole wird gegründet.
  • Küche und Toiletten sowie je fünf Anlagen für Sportpistole 25 m (Präzision und Duell) werden eingebaut.
  • Das erste Schießen der örtlichen Vereine um den Vereinspokal wird ausgerichtet.
  • Der Vereinsraum ist fertig gestellt. Die Adler-Brauerei stellt die gesamte Einrichtung zur Verfügung.
  • Eine Alarmanlage wird installiert. Ein Antrag über den Bau einer Anlage für Laufende Scheibe wird gestellt.
  • Die Vereinsgaststätte wird verpachtet. Der erste Fasching wird gefeiert.
  • Die Anlage für Laufende Scheibe 50 m wird fertig gestellt und vom Landratsamt abgenommen. Große Erdbewegungen waren erforderlich. Es war der zweite derartige Stand in Württemberg!
  • Nach 20 Jahren legt der 1.OSM Wilhelm Dölker sein Amt nieder. Sein Nachfolger wird einstimmig der 2. OSM Günter Trefz. Im Mai feiert man das 20-jährige Vereins-Jubiläum.
  • Am 25.+26. Juni wird in Rielingshausen der Länderkampf in der Laufenden Scheibe zwischen der UdSSR, Österreich und Deutschland veranstaltet. Am 1. Juli findet der erste Wandertag statt.
  • Am 23.Mai ist wieder ein Jubiläum: 25 Jahre Schützenverein Rielingshausen. OSM Trefz erhält das goldene Ehrenzeichen des Württembergischen Schützenverbandes. Der Verein hat jetzt 135 Mitglieder, einschl. 30 Jugendlicher.
  • Eine Wandergruppe wird gegründet.
  • Ein Wohnwagen wird zu einem Rosen-Schießstand umgebaut. In die Küche werden neue moderne Geräte eingebaut. Das Abwasser wird an den Ortskanal angeschlossen, Leitungslänge ca. 200 m.
  • Der Verein legt bereits seit vielen Jahren besonderen Wert auf die Nachwuchsarbeit bei der eigenen Jugend und den Junioren. Größere Erfolge beginnen sich abzuzeichnen.
  • Der KK-Stand wird um fünf Meter nach Westen versetzt. Eine große Schießhalle für Luftdruckwaffen mit 14 Ständen soll gebaut werden.
  • Die 1. Luftpistolenmannschaft steigt in die Landesklasse Württemberg auf und wird mit Rekordergebnis in der Einzel- und Mannschaftswertung Landesklassensieger.
  • Im November wird die neue Schießhalle eingeweiht.
  • Die 1. Sportpistolenmannschaft steigt in die Landesklasse Württemberg auf und wird auf Anhieb mit neuem Rundenwettkampfrekord Sieger in der Landesklasse.
  • Im Mai feiert der Verein das 30-jährige Bestehen. Für gute Jugendarbeit erhält der Verein den 1. Preis beim Landesschützentag. Diese Jugendarbeit war Voraussetzung für die herausragenden Erfolge bis zu den Europameisterschaften.
  • Bei den Kreismeisterschaften kommen 48 Titel nach Rielingshausen.
  • Pokalschießen der örtlichen Vereine mit neuer Rekord-Teilnehmerzahl von 132 Schützen.
  • Am 30. April ist die Wandergruppe 10 Jahre alt.
  • 1992 Die 25-m-Schießstände Sportpistole sollen wegen Schallschutz überdacht werden. OSM Günter Trefz gibt nach 16 Jahren sein Amt an Kurt Weiß ab.
  • Das Jahr beginnt mit einer neuen Veranstaltung: das Dreikönigsschießen mit dem Vorderladergewehr.
  • Am 27. Februar werden die überdachten Sportpistolenstände eingeweiht. Für den Feuerschutz wird ein Wassertank mit 30.000 Liter Inhalt eingegraben.
  • Die 1. und 2. Mannschaft Vorderlader Perkussionspistole steigen in die neu geschaffene Landesklasse Württemberg auf; die 1. Mannschaft wird sofort Landesklassensieger.
  • Der Eingangsbereich im Schützenhaus wird umgestaltet. Dadurch wird der Thekenbereich vergrößert und erneuert.
  • Am 29.+ 30. Juni feiert der Verein sein 40-jähriges Jubiläum.
  • Der Verein veranstaltet einen Tag der Offenen Tür, mit Ausstellung von Waffen und Bewirtung. Anschaffung einer Auswertemaschine für Wettkampfscheiben.
  • 2000 Der Verein ist seit dem 01.06. schuldenfrei !!! Der Gesamtwert der Anlage ist durch die zahlreichen Baumaßnahmen auf einen beachtlichen Wert gestiegen. Nach 16 Jahren findet das Hardtwaldturnier (100 Schuss Luftpistole) zum letzten Male statt.
  • 2001 Aktualisierung des 50 m Standes der Disziplin Laufende Scheibe. Der EURO kommt. Eine neue Gebührenordnung wird aufgestellt.
  • Das Dach auf der Südseite der 25-m-Stände muss erneuert werden.
  • Die 1. Luftpistolenmannschaft steigt in die neu geschaffene Württembergliga auf.
  • Die Wettkämpfe werden nach einem neuen Modus jetzt Mann gegen Mann ausgetragen.
  • Wolfgang Holzwarth wird einstimmig zum neuen 1. OSM gewählt.
  • Die 1. Mannschaft Luftpistole steigt in die Regionalliga Südwest auf.
  • Tag der Offenen Tür mit Waffenausstellung und Vorführung der Disziplin Bogenschießen durch die Murrhardter Bogenschützen. Wie schon in den Jahren zuvor interessante Aktivitäten und Ausflüge mit den Jugendlichen.
  • Der Kugelfang und die Zuganlagen der 50-m-Stände werden erneuert.
  • Alle 6 Stände werden mit Kameras und Monitoren ausgerüstet.